Biografie

Mainzerin in Moskau, Sängerin und Songwriterin, sucht die Verbindung von Jazz und Poesie, von Emotion und intellektuellem Anspruch und überrascht mit der Verschmelzung von Stilen und Ausdrucksformen zu Neuartigem, Ungewohnten.

Die gebürtige Deutsche lebt und arbeitet derzeit in Moskau als Sängerin, Songwriterin/Arrangeurin und Lehrerin für Improvisation und Gesangstechnik. Sie arbeitet mit Moskauer Jazzgrößen wie Sergej Manoukian, dem Vladimir Nesterenko Trio (Vladimir Nesterenko piano, Makar Novikov Bass, Aleksandr Zinger drums), dem Jakov Okun Trio (Jakov Okun piano, Anton Revnjuk bass, Aleksandr Mashyn drums), Ewgenij Boretz und anderen zusammen und tritt mit wechselnden Formationen in Russland, Osteuropa und Deutschland auf. Ihr Debütalbum "With a bit of your love" erschien 2004 bei Rodenstein Records, 2006 ihr zweites Album "Early Train" bei Hofa ebenso wie ihre dritte CD „Quadratur des Kreises" 2008. Pünktlich zum Weihnachtsfest 2008 wird ihre neueste CD „Christmas Jazz – Vom Leuchten der Sterne" bei Hofa erscheinen.

Zusätzlich zu ihrem Jazz-Standard-Programm und ihrem Autorenprogramm hat Misha mit "Songs deutscher Ladies"einen bunten Strauß von bekannten deutschen Liedern der 30er bis 50er Jahre zusammengestellt und mit ihren Musikern zu einem jazzigen Leckerbissen verarbeitet. Dieses Programm und ein Gospelprogramm, das unter anderem Lieder ihrer CD „Quadratur des Kreises" enthält, führt sie mit großem Erfolg auch in Deutschland auf.
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Misha ist das Pseudonym von Michaela Steinhauer. Geboren in Morsbach/Sieg studierte sie in Mainz Wirtschaftspädagogik. Bereits während ihrer Schulzeit schrieb sie Lieder und arbeitete in diversen musikalischen Projekten mit (Anthropos, Projekt85, verschiedene Kirchenchöre und andere Gruppen). Während ihres Studiums ließ sie ihre Stimme ausbilden, u.a. von der Jazz-Sängerin Nanny Byl. Sie beschäftigte sich dabei mit Stilrichtungen wie Rock, Funk, Jazzrock, R&B und Gospel. 1999 wurde ihr Mann beruflich nach Russland versetzt, und so zog die Familie nach Moskau. Hier begann Misha am College für Jazz und zeitgenössische Musik "Konsort" (mittlerweile umbenannt in "Gershwin-College") ein Vollzeitstudium mit dem Schwerpunkten Gesang und Komposition. Zu ihren Lehrern zählten Inga Jannik (Gesang), Juri Tschugunow (Komposition), Michail Okun und Irina Tomaewa (Improvisation). Während dieser Zeit nahm Misha an Festivals und Wettbewerben teil und erhielt diverse Auszeichnungen und Preise, unter andern im landesweiten Jessenin-Wettbewerb für junge Komponisten. Sie besuchte Masterclasses bei Deborah Brown, J.D. Walter und Tatevikh Oganessian, erhielt Unterricht bei J.D. Walter und Miles Griffith (beide New York). Nahezu zeitgleich mit dem Studienabschluß mit Auszeichnung erschien ihr Debütalbum "With a bit of your love".

Schon während ihres Studiums begann sie am College Konsort Gesangstechnik und später auch Jazzimprovisation zu unterrichten. Seit einigen Jahren leitet sie u.a. Jazzgesangs-AGs an der Deutschen Schule Moskau (Jazz in Jeans, Gospels für Teens), sowie einen Kirchenchor der Evangelischen Emmausgemeinde Moskau und wird immer wieder als Leiterin von Workshops (Moskau, Kazan, Braunschweig) und als Jury-Mitglied bei Jazzwettbewerben (Kazan, Berlin) eingeladen.

Nach Beendigung des Studiums begann Misha, mit Misha's Friends in Moskauer Clubs zu konzertieren. In dieser Zeit lernte Misha den bekannten Pianisten Jakov Okun und sein MosGorTrio (Anton Revnjuk Bass, Aleksandr Mashyn Schlagzeug) kennen - der Beginn einer fruchtbaren Zusammenarbeit. Es folgten gemeinsame Konzerte und im November 2005 die Einspielung der Aufnahmen für Mishas zweite CD "Early Train". Bald darauf trat Misha erstmals wieder in Deutschland auf - mit dem Lionel Haas Trio, mit dem sie nach einer gemeinsamen Kaukasustour (Baku, Gendja, Tiflis) siMpLy Jazz gründete.

Mit Vladimir Nesterenko und seinem Trio (Aleksandr Zinger drums, Makar Novikov bass) reist sie mit dem Programm „Songs deutscher Ladies" quer durch die GUS.

2007 begann sie ihre Zusammenarbeit mit dem deutschen Jazzpianisten Mathias Claus, um in ihrer angestammten Heimat wieder häufiger musikalische Akzente zu setzen. Mit ihm spielte sie unter anderem mit großem Erfolg an den Weinstädter Jazztagen und beim Braunschweig Classix.

Im gleichen Jahr vertiefte Misha ihr musikalisches Können bei einem mehrmonatigen Aufenthalt in New York. Hier erhielt sie unter anderem Unterricht bei JD Walter (Arrangement /Komposition /Improvisation) und Alison Wedding (Gesang).

2008 erschien ihr CD „Quadratur des Kreises", eine Jazz-CD mit biblischen Themen in deutscher Sprache, wieder eingespielt mit dem Jakov-Okun-Trio und unterstützt von Wladimir Nesterenko an der Querflöte.

Ebenfalls um den christlichen Glauben dreht sich die neueste CD-Produktion von Misha: „Christmas Jazz – Vom Leuchten der Sterne", eine jazzige Neubearbeitung bekannter deutscher Weihnachtslieder aus dem 16ten bis 19ten Jahrhundert, die im vierten Quartal 2008 erscheint (Vladimir Nesterenko pno & flute, Anton Revnjuk double bass & bass guitar, David Tkebutshava drums, Denis Shapovalov Cello).